Lyrik
Schweigegelübde
ANKUNFT
Irgendwann bricht herein die Zeit
Für jeden Menschen,
Da er sich endlos wähnt verlassen
Auf weiter Erd,
Vom fernen Himmel.
Wir stehen in einsamer Furchtsamkeit
Und fühlen, das Letzte
Entgleitet unseren Händen.
So also sieht er aus,
Der letzte Blick;
So also zerbricht das Herz
Der letzte Schlag;
So also verläuft er,
Der letzte Weg;
So also schmeckt der letzte Kuß.
Irgendwann lahmt der Flügel
Des stärksten Adlers,
Verdorren wird in Wehmut,
Einst geflocht´ner Lorbeerkranz.
Aus den geschlagenen Wunden,
Quillt träggeword´nes Blut,
Das statt sprudeln Purpurrot,
Giftig zähe tropft.
So also erlischt, stille,
Der letzte Funke;
So also wispert matt,
Der letzte Klang;
So also entschlüpft dem Fleische
Sein letztes Fluchen;
So also haucht die flücht´ge Seele
Ihr letztes Wort:
Vergebens.
NARRENGESANG
Eingesang
Niemand!
Hauptgesang
Für Liz
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Mir kommt es vor wie eine Ewigkeit,
Daß wir beide uns schon kennen.
Und mir scheint es keine Kleinigkeit,
Wenn Du und ich einander Freunde nennen.
Doch ab und an in meinem Hirne flattern graue Raben, Aufgestiegen aus verborgenen, schmutzigen Seelengossen, Künden krächzend: Nie wird jemand tief sich in dich graben. Dein Herz, Dein Herz ist viel zu fest verschlossen. Weil ich gut verstehe ihrer Worte Sinn. Ich hoffe nur, Du magst es mir verzeihen Und kannst ertragen, wie ich bin.
Dann bricht schwere Wehmut in mich ein,
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